Der Beruf der Diätassistentin

 

 

Diätassistent ist die geschützte Bezeichnung für einen Medizinalfachberuf (weitere Synonyme für Medizinalfachberufe sind: Gesundheitsberuf, Gesundheitsdienstberuf, Gesundheitsfachberuf, medizinischer Assistenzberuf). Die früher zweijährige und heute dreijährige Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen und wird mit einer Examensprüfung abgeschlossen. In Österreich heißen die Diätassistenten Diaetologen und in der Schweiz dipl. Ernährungsberater HF/FH.


 

Ausbildung

Die Ausbildung der Diätassistenten ist in der Diätassistenten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geregelt (DiätAss APrV). Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung sind die physische und psychische Eignung für die Ausübung des Berufes und ein mittlerer Bildungsabschluss (Sekundarstufe II). Die Ausbildung darf nur an staatlich anerkannten Schulen durchgeführt werden und endet nach dreijähriger Dauer mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfung. Nach erfolgreich bestandener Prüfung darf der Titel „staatlich anerkannter Diätassistent“ geführt werden.

Die Ausbildung umfasst insgesamt 4.450 Stunden, davon 3.050 theoretischer und  1.400 Stunden praktischer Unterricht.Die Lehrinhalte und die staatliche Prüfung werden in der DiätAss APrV vorgegeben. Mit 1000 (Präsenz)stunden stellt das Fach Diätetik den Schwerpunkt des Unterrichtes dar.

Die Ausbildung der Diätassistenten ist, wie die der anderen staatlich anerkannten  nicht- akademischen Heilberufe (z. B. Physiotherapeuten, Hebammen und Ergotherapeuten) bundesrechtlich geregelt.

Die Ausbildung nimmt einen besonderen Status ein, da sie weder dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) noch der Hochschulausbildung zuzuordnen ist.

In Deutschland werden jährlich ungefähr 700 Diätassistenten in 60 Schulen ausgebildet. In der EG Richtlinie 2005/36/EG über die Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise vom 7. September 2005 wird die Ausbildung zum Diätassistenten bei den „besonders strukturierten Ausbildungsgängen“ aufgelistet. In dieser Auflistung befinden sich auch weitere Gesundheitsberufe wie Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Kinderkrankenpfleger.

Nach der Ausbildung zum Diätassistenten besteht die Möglichkeit der beruflichen Weiter- und Fortbildung. Diese weiterqualifizierenden Maßnahmen werden von verschiedenen Fachgesellschaften wie der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) und dem Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V. (VDD) angeboten und ermöglichen  die Spezialisierung in bestimmte Aufgabenbereiche wie Ernährungs- und Diätberatung und Verpflegungsmanagement.

 

 

Aufgaben

Diätassistenten sind der einzig gesetzlich geschützte, bundesrechtlich geregelte Beruf für das Themengebiet Diätetik und Ernährung. Im Wesentlichen arbeiten Diätassistenten in folgenden Bereichen: Klinische Diätetik und Ernährung: dies umfasst insbesondere die Diät- und Ernährungsberatung im klinischen und ambulanten Sektor sowie die diättherapeutischen Einstellungen von Patienten (z.B.

Enterale Ernährung

oder

Parenterale Ernährung

und Sonderdiäten). Administration (Verpflegungsmanagement): dies umfasst die Überwachung der praktischen Umsetzung der diättherapeutischen Maßnahmen der Küche sowie das Management der (Diät)küche und Anleitung des Personals.

 

 

 

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%A4tassistent